Casanova in einer schäbigen Herberge zu finden, in der es wenigstens keine Ratten zu geben scheint, doch wo er Ungeziefer unter der Bettdecke zerdrücken muss, das treibt Giacomo zum Sinnieren und Schwadronieren an. Er flaniert erzählend durch seine abgelebten Geschichten, erinnert seine Geliebten, und trotz einer Art spitzwegischer Einsamkeit bleibt sein Ton immer gelassen und selbstironisch. Diesen Ton hat Jutta Schubert ihm beigebracht. Danke.
Jutta Schubert: Casanovas Nacht, Komödie, Literatur-Quickie Verlag, Hamburg, 2024, ISBN 978-3-949512-32-2
