Weihnachtsmärchen Premiere

Im 10. Dezember hatte das Stück Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen,
das ich gemeinsam mit dem Moskauer Autor Michail Bartenjev geschrieben habe, als Weihnachtsmärchen im Stadttheater Fürth, Großes Haus, Premiere

Erschienen in den „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm, hat das Märchen „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ Einzug gefunden in unser sprachliches wie kulturelles Erbe. „Kegeln mit Köpfen? Wie gruselig!“ – Was so im jugendlichen Sprachgebrauch angekommen und gegenwärtig ist, gelangte erst durch dieses Märchen ins Hochdeutsche: das Gruseln. Im diesjährigen Familienstück zur Weihnachtszeit wollen wir unserem kleinen Publikum natürlich nicht das Gruseln beibringen oder den großen Besuchern mit einem oberflächlichen Budenzauber wohlige Schauer über den Rücken laufen lassen. Die aktuelle und doch zeitlose Bühnenfassung von Michail Bartenjew und Jutta Schubert zeigt, dass Angst ein Wesenszug aller Menschen ist, der uns innewohnt und dem wir uns immer wieder stellen müssen, den wir aber auch zum Glücklichsein brauchen. Furcht und Angst können aber auch etwas sein, das andere in uns erzeugen wollen, um uns in ihrem Interesse zu beeinflussen und zu manipulieren. Diesen Unterschied arbeitet die vorliegende Fassung in einer poetisch ausgefeilten Sprache – die dabei aber immer zeitgemäß und authentisch bleibt bisweilen auch hochkomisch wird – klar heraus. Der Held entwickelt sich im Laufe des Stücks von einem furchtlosen Naivling zu einem besorgten Menschen, der die Angst kennenlernt: in der Sorge, dass einem geliebten Menschen etwas zustoßen könne. Eine Parabel, die uns allen in Furcht einflößenden Zeiten Mut zusprechen kann, sich Angstmachern entgegenzustellen und Mitmenschlichkeit zu leben.

Neuer Erzählzyklus: Erster Cover-Entwurf

Wiesbaden, Donnerstag, 7. Dezember 2017

Gestern kam – als sei es ein Nikolausgeschenk – der erste Cover-Entwurf meines neuen Erzählzyklus „Der Mond ist ein Licht in der Nacht“, der pünktlich zur Leipziger Buchmesse im kommenden Frühjahr erscheinen wird. Vorbestellungen beim Verlag sind möglich.

Es ist der Nachfolgeband zu meinem Zyklus „Die Nacht mit Marilyn“, folgt freilich etwas dem Song ‚YOU WANT IT DARKER‘ von Leonhard Cohen. Vielleicht mein Nachtbuch.

 

In der Russischen Nationalbibliothek angekommen

Ende November bekam ich die Mitteilung aus Orenburg, dass mein Roman „Zu blau der Himmel im Februar“, in dem ich die letzten Tage des Widerstandskämpfers Alexander Schmorell schildere, gemeinsam mit anderen Büchern über das Leben von Alexander Schmorell nun auch in der russischen Nationalbibliothek eingestellt worden ist.

Ich kann es zwar selbst nicht lesen, aber so schaut das aus:

ФЕДЕРАЛЬНОЕ ГОСУДАРСТВЕННОЕ БЮДЖЕТНОЕ УЧРЕЖДЕНИЕ«РОССИЙСКАЯ ГОСУДАРСТВЕННАЯ БИБЛИОТЕКА»

THE RUSSIAN STATE LIBRARY
DIE RUSSLAENDISCHE STAATSBIBLIOTHEK
LA BIBLIOTHEQUE  D ‚ETAT DE RUSSIE
LA BIBLIOTECA ESTATAL DE RUSIA

Уважаемый господин Храмов! 

         От имени Российской государственной библиотеки выражаю Вам глубокую благодарность за любезно предоставленные в дар книги:

  • Schubert, Jutta.  Zu blau der Himmel im Februar. Frankfurt am Main, 2017
  • Bush, Alexa. Erinnerungen an Alexander Schmorell. Muenchen, 2017
  • Selg, Peter. Alexander Schmorell 1917-1943.  2013
  • Perekrestov, Elena. Alexander Schmorell. Saint of the German Resistance. Jordanville, New York, 2017
  • „Vergesst Gott nicht!“ Leben und Werk  des heiligen Alexander (Schmorell) von Muenchen.  2013
  • Храмов, Игорь. Святой Александр Мюнхенский.  Оренбург, 2017
  • Chramow, Jgor. Die russischen Seele der „Weissen Rose“. Aachen,  2013
  • Alexander Schmorell. Christoph Probst. Gesammte Briefe.  Berlin, 2011

Все издания занесены в Книгу даров библиотеки и включены в действующие фонды под регистрационными номерами: И7663-17, И7664-17,  И7665-17, И7678-17, И7666-17, 17-82427, И7667-17, И7668-17.

С наилучшими пожеланиями,
Зам. заведующего Отделом комплектования фондов –
Зав. Сектором Иностранного комплектования                                  

Е.С. Колгушкина